Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinose, Rhinitis allergica)
Heuschnupfen – auch Pollenallergie, Pollinose oder Rhinitis allergica genannt – ist eine allergische Erkrankung der Nase. Anders als bei einer Infektionskrankheit entsteht Heuschnupfen nicht durch Viren oder Bakterien, sondern durch Pollen und ist demnach auch nicht ansteckend. Sensibilisierte Menschen reagieren auf die in den Pollen enthaltenen Eiweißstoffe allergisch, d. h., es kommt zu einer Überreaktion des Immunsystems. In Deutschland leiden laut dem Robert Koch-Institut in Berlin 7 % aller Kinder und 13 % der Erwachsenen unter Heuschnupfen.
Betroffene reagieren auf den Blütenstaub der Pflanzen, der durch den Wind verteilt wird, mit allergischen Reaktionen, die oft einer Erkältung sehr ähnlich sind. Dabei sind die häufigsten Beschwerden innerhalb der akuten Blühzeiten z. B. Augentränen und -rötung, Naselaufen und Niesreiz oder auch Atembeschwerden bis hin zu Asthmaanfällen. Einige Betroffene reagieren nicht selten empfindlicher auf Licht. Weitere Symptome des Heuschnupfens sind z. B. Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen und ein daraus resultierender Leistungsabfall. Betroffene reagieren oft allergisch auf früh blühende Bäume und Sträucher (Birke, Erle und Hasel) und auf Gräser, Getreidearten und Kräuter (Roggen, Beifuß).
Heuschnupfen ist nicht heilbar, aber mit verschiedenen Therapien gut zu behandeln. Damit es erst gar nicht zu einer Allergie kommt, sollte bestenfalls der Kontakt mit allergieauslösenden Pflanzen und deren Pollen vermieden werden. Bei akuten Krankheitszeichen stehen zahlreiche Medikamente zur Verfügung, die zu einer Linderung beitragen können. Als Standardtherapie gilt derzeit die Hyposensibilisierung, die sog. spezifische Immuntherapie. Hierbei wird dem Körper in regelmäßigen Abständen das jeweilige Allergen unter die Haut gespritzt oder als Lösung unter die Zunge verabreicht, wodurch sich der Körper an das Allergen gewöhnt und unempfindlicher dagegen wird. Z. T. werden von Betroffenen auch Heilmethoden wie Homöopathie oder Akupunktur angewandt.
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