Ursachen und Entstehung von Heuschnupfen
Die Ursache des Heuschnupfens ist die Überempfindlichkeit auf verschiedene Pollen. Der Organismus empfindlicher Personen stuft die harmlosen Pollen als gefährlich ein und bildet Antikörper, die sog. Immunglobuline. Diese binden an die Oberfläche von Mastzellen (weiße Blutzellen). Die Antikörper auf diesen Mastzellen können nun das Allergen bei erneutem Kontakt direkt erkennen und reagieren. Der Körper schüttet dann Botenstoffe aus den Mastzellen aus, u. a. das Histamin. Dieses verteilt sich im Körper und löst die allergischen Reaktionen, wie Juckreiz, Augentränen, Niesattacken oder auch Atemnot, aus.
Umweltfaktoren wie Stickoxide, Ruß, Dieselabgase und Zigarettenrauch erhöhen die Durchlässigkeit der Schleimhaut für Allergene. Doch auch die Klimaveränderungen sowie Kontakte mit nicht heimischen Pflanzen können zu einer allergischen Reaktion führen. Außerdem kann eine allergische Reaktionsbereitschaft vererbbar sein. Es handelt sich bei Heuschnupfen zwar nicht um eine klassische Erbkrankheit, jedoch sind allergische Erkrankungen der Eltern ein Risikofaktor für das Kind, ebenfalls eine Allergie auszubilden. Je nachdem, zu welcher Jahreszeit die allergieauslösenden Gräser-, Kräuter- oder Baumblüten durch die Luft fliegen und in die Atemwege eindringen, reagieren die Allergiker. Die meisten Menschen leiden am Frühjahrsheuschnupfen (Pollen von Bäumen), der meistens ab März oder z. T. schon früher beginnt. Einige Betroffene leiden auch am Sommerheuschnupfen (Gräserpollen) oder am Herbstheuschnupfen (Kräuterpollen).
Kreuzallergie
Bei Allergikern, die an einer Pollenallergie leiden, liegt häufig auch eine Kreuzallergie vor. Dabei handelt es sich um Kreuzreaktionen zwischen Pollen- und Nahrungsmittelallergenen, die eine ähnliche Struktur der Proteine aufweisen. Dies kann dazu führen, dass ein Pollenallergiker gewisse Nahrungsmittel nicht mehr verträgt. Eine sehr verbreitete Kreuzallergie ist die Birkenpollen-Apfel-Kreuzallergie. Die betroffenen Pollenallergiker reagieren z. B. mit Lippenbrennen oder Anschwellen der Mund- und Rachenschleimhäute auf Äpfel. Auch Magen- und Darm-Beschwerden können auftreten. Doch auch Pollenallergien auf andere Pollen können zu Kreuzreaktionen mit bestimmten Nahrungsmitteln führen. Betroffene, die generell gegen Baumpollen von Frühblühern wie Hasel, Erle und Birke allergisch sind, reagieren oft auch auf Wal-, Hasel- oder Erdnüsse. Bei Betroffenen, die gegen Gräser allergisch sind, sind allergische Reaktionen oft auch auf Hülsenfrüchte oder Erdnüsse zu beobachten. Kräuterpollenallergiker reagieren häufig allergisch auf Sellerie oder Gewürze wie Curry oder Paprika. Die Reaktionen sind Jucken, Kribbeln, Brennen oder Kratzen im Mundraum.
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